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Ihr E-Mail-Verkehr kann von Ihren Wettbewerbern ausspioniert werden.

Das Europäische Parlament formierte einen befristeten Untersuchungsausschuss, der dem Missbrauch von ECHELON nachging. Der Ausschuss veröffentlichte einen Bericht, der die Existenz von ECHELON bestätigte und Einzelpersonen rät, die Verschlüsselung von E-Mails und anderer Internet-Nachrichten eindringlich ins Auge zu fassen. Der Ausschuss hat, aufgrund fehlender Beweise, die Verdachtsmomente nicht bestätigt, dass ECHELON zur Industriespionage verwendet wird.

Andererseits wird das Komitee deutlich: “Echelon … liest täglich mehrere Millionen von E-Mail- und Fax-Nachrichten, die von normalen Personen stammen.“ ... „Einzelpersonen und Firmen werden ausspioniert und sie sollten routinemäßig E-Mail- und Fax-Nachrichten verschlüsseln, wenn sie geheim bleiben sollen.“ – „Der Versand einer unverschlüsselten E-Mail, gleicht einem Brief ohne Umschlag“, so die Mitglieder des Untersuchungsausschusses.

Quellen:
Report on the existence of a global system for intercepting private and commercial communications (ECHELON interception system), PE 305.391 (July 11, 2001) http://www2.europarl.eu.int).
http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/europe/1357264.stm


Der wohl berühmteste Abhörangriff durch ECHELON auf deutschem Boden betraf die deutsche Firma Enercon. Der US-amerikanische Geheimdienst NSA hat seiterzeit den Windenergieanlagenhersteller Enercon GmbH abgehört und die Daten und Konferenzen, die zwischen dem Forschungslabor und der Fabrikationsanlage Enercons per Satellit und Telefonleitungen übertragen wurden, weitergereicht. Die gewonnenen Erkenntnisse nutzte die amerikanische Konkurrenzfirma Kenetech zur Anmeldung eines eigenen Patents und kam damit der Enercon zuvor, die eine Umsatzeinbuße in Höhe von 100 Millionen DM zu verzeichnen hatte.

Quellen:
http://aib.de/nsa/plusminus/spion.html
http://kai.iks-jena.de/miniwahr/enercon.html

Britische Regierung warnt Firmen vor Spionage per E-Mail

Seit Beginn des Jahres sind hunderte britische Firmen mit Hilfe von Trojanern ausspioniert worden. Die Regierung warnt, die Angreifer aus Fernost seien gut organisiert.

Die britische Regierungsbehörde NISCC hat vor zielgerichteten E-Mail-Attacken auf britische Unternehmen und Regierungsbehörden gewarnt. Seit Anfang des Jahres hätten Hacker versucht, mit Hilfe so genannter Trojaner in mehrere hundert Netzwerke einzudringen, heißt es in einer Mitteilung an mehr als 1000 Einrichtungen, die der so genannten «kritischen Infrastruktur» zugerechnet werden.

Die Hacker hätten versucht, Spionageprogramme per E-Mail oder über Lücken von Browsern einzuschleusen. Sie hätten mehrfach Mails verschickt, die seriös gehalten waren und nur schwer als gefährlich zu erkennen gewesen seien.

Aufgrund der IP-Adressen geht die NISCC davon aus, dass die Angreifer aus Fernost stammen. Sie hätten versucht, an vertrauliche Wirtschaftsdaten und Industrieinformationen zu gelangen. Aufgrund des Ausmaßes der Bedrohung habe man sich entschlossen, mit der Warnung auch an die Öffentlichkeit zu gehen.

Weitere Länder betroffen

Weitere Länder sind ebenfalls betroffen, darunter europäische Staaten und die USA. Welche Informationen bislang gestohlen wurden, ist unklar. Es handele sich um eine gut organisierte Gruppe, sagte ein Regierungssprecher der britischen BBC.

In der Warnung heißt es, Anti-Viren-Software und Firewall-Programme böten keinen ausreichenden Schutz gegen die Angreifer. Alle Firmen wurden aufgefordert, ihre Netzwerke und den Datenverkehr genau zu beobachten. Mitarbeiter sollten Anhänge von E-Mails nur öffnen, wenn sie den Absender kennen. (nz)

Britische Regierung warnt Firmen vor Spionage per E-Mail

http://www.net-tribune.de/article/220106-02.php
Das Online Magazin Net-tribune.de meldet, dass der Umgang mit Viren, Spyware, Datendiebstahl und anderen IT-Verbrechen alleine bei US-Unternehmen jährlich bis zu 67,2 Milliarden US-Dollar kostet. Insgesamt 2,8 Millionen Unternehmen sind laut den Angaben der US-Bundespolizei FBI von IT-Verbrechen betroffen, wobei der durchschnittliche Schaden pro Organisation bei 24.000 US-Dollar liegt.

Die Behörde hatte im Rahmen einer Untersuchung mehr als 2.000 Unternehmen zu ihren Erfahrungen im Umgang mit der Computer-Kriminalität befragt. Der Schaden dürfte aber vermutlich noch viel höher liegen, da viele Unternehmen aus Angst vor schlechter Publicity Sicherheitsprobleme und erfolgreiche Hacker-Attacken größtenteils verschweigen, kommentiert Net-tribune.de.


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